Der Begriff „Weltraumwetter“ beschreibt die veränderlichen Bedingungen im erdnahen Weltraum, die technische Systeme im Weltraum und auf der Erde beeinträchtigen können. Die Hauptursache von Störungen unseres Weltraumwetters sind energetische Ausbrüche von der Sonne. Das Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung der Universität Graz führt regelmäßige, hochqualitative Beobachtungen der Sonne durch.

Mittels automatisierter Bilderkennungsmethoden werden Strahlungsausbrüchen in Echtzeit in den Beobachtungsdaten detektiert und Warnmeldungen ausgesandt. Das Observatorium Kanzelhöhe ist die österreichische Vertretung im internationalen ISES Weltraumwetter-Netzwerk und die europäische Kernstation zur Sonnenbeobachtung im Rahmen des SSA Weltraumwetter-Programms der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

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  • Geringe Sonnenaktivität

Zeitgleichung

Sonnenuhren zeigen die wahre Sonnenzeit an, diese weicht aber während des Jahres von der mittleren Ortszeit ab. Dieser Unterschied wird Zeitgleichung genannt. Für das tägliche Leben ist die wahre Sonnenzeit unpraktikabel, die Tageslänge würde um ca. 50 Sekunden schwanken, d.h. die Zeit zwischen den kürzesten Sonnenschatten - also die Mittagszeit - würde nicht immer exakt nach 24 Stunden erfolgen.

Es gibt hierfür 2 Ursachen:

Die Erdbahn ist elliptisch. Laut 2. Keplerschen Gesetz bewegt sich die Erde in Sonnennähe (Anfang Jänner) etwas schneller als in Sonnenferne (Anfang Juli). Da für die Mittagszeit immer jener Punkt  gilt an dem ein Punkt auf der Erde wieder direkt Richtung Sonne zeigt, wird bei Sonnenähe der (Sonnen)Tag länger da die Erde sich etwas weiter drehen muss damit derselbe Punkt wieder Richtung Sonne zeigt. Dieser Effekt macht ca. 8 Sekunden pro Tag aus und summiert sich auf etwa 7.5 Minuten. (Strichpunktierte Linie in Grafik)
Neigung der Erdachse: Die Erdachse macht von der Sonne aus gesehen eine Taumelbewegung mit ca. 23.5 Grad Neigung. Die Sonnenbewegung für den Erdbeobachter erfolgt auf Kleinkreisen, die je nach Jahreszeit größer oder kleiner werden. Die Sonne bewegt sich dann für den selben Winkel schneller oder langsamer, z.B. zum Frühlings-  oder Herbstbeginn macht die Sonne den größten Bogen und ist da auch am schnellsten. Bei der Sonnenbeobachtung mit einer parallaktischen Montierung muss daher verschieden schnell nachgeführt werden. (Extremfall: Wäre die Erdachse um 90 Grad geneigt, gibt es einen Tag im Jahr, wo die Sonne den ganzen Tag im Zenit steht und daher die Bewegung gleich Null ist.) Diese zweite Ursache summiert sich auf ca. 10 Minuten. (Strichlierte Linie in Grafik)
     
Aus dieser Zeitgleichung ergeben sich einerseits die Korrekturwerte für eine Sonnenuhr andererseits auch einige Kuriosa:

Während die Wintersonnenwende mit dem kürzesten Tag ca. am 21 Dezember stattfindet, ist der Tag mit dem frühestem Sonnenuntergang schon der 10. Dezember, der Tag mit dem spätestem Sonnenaufgang ist aber erst der 5. Jänner.

Zeitgleichung, Wikipedia

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