Der Begriff „Weltraumwetter“ beschreibt die veränderlichen Bedingungen im erdnahen Weltraum, die technische Systeme im Weltraum und auf der Erde beeinträchtigen können. Die Hauptursache von Störungen unseres Weltraumwetters sind energetische Ausbrüche von der Sonne. Das Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung der Universität Graz führt regelmäßige, hochqualitative Beobachtungen der Sonne durch.

Mittels automatisierter Bilderkennungsmethoden werden Strahlungsausbrüchen in Echtzeit in den Beobachtungsdaten detektiert und Warnmeldungen ausgesandt. Das Observatorium Kanzelhöhe ist die österreichische Vertretung im internationalen ISES Weltraumwetter-Netzwerk und die europäische Kernstation zur Sonnenbeobachtung im Rahmen des SSA Weltraumwetter-Programms der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

News

  • Geringe Sonnenaktivität

Astronomische Himmelsereignisse 2015 – 1. Quartal

Nach dem eher ruhigen astronomischen Himmelsjahr 2014 folgt wieder ein spannendes Jahr. 2015 bietet uns je eine Sonnen- und Mondfinsternis und viele interessante Planetenbegegnungen. Die spannendsten Ereignisse für das erste Quartal sind:

Jänner: Sind Merkur und Venus gemeinsam hell am Abendhimmel zu sehen.

Februar: Nachthimmel wird von Jupiter dominiert. Am 6.2. steht er in Opposition, die Erde steht also genau zwischen Sonne und Jupiter.

März: Am 20.3 erleben wir eine totale Sonnenfinsternis in Nordeuropa. Der Kernschatten wird allerdings nur die Färöer- und Svalbard-Inseln treffen. In Österreich wird die Sonne nur partiell (teilweise) durch den Mond verdeckt sein. Start, Ende und Dauer hängen vom Beobachtungsstandort ab. In Graz z.B. beginnt die Bedeckung um 9:34 MEZ und dauert bis 11:54 MEZ. Das Maximum wird um ca. 10:43 MEZ mit einer 68% Bedeckung erreicht. Für alle interessierten Beobachter gilt:

Immer nur mit geeignetem Schutz schauen (Sonnenfinsternis-Brille, spezielle Folienfilter oder Schweißgläser). Sonnenbrille alleine ist viel zu wenig!!!

Bei schlechtem Wetter heißt es leider warten. Und zwar bis zum 10. Juni 2021. Erst dann ist über Europa die nächste partielle Sonnenfinsternis zu sehen.

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